Noch ein Video aus den Karpaten und Gedanken zur EU

Heute noch einmal ein Videotipp aus den Karpaten. Dieses mal vom Hochplateau Luncanilor in Transsilvanien/Rumänien. Ich fand das Video in der ersten Hälfte so spannend und schön, weil es das Leben in den Bergregionen zeigt, und das ist wenig anders als auf der ukrainischen Seite.

Aber dann kommt ein leiser Schwenk hin zu den Problemen, die die Mitgliedschaft Rumäniens in der EU aufzeigt und die Probleme, vor denen nun diese Menschen stehen. Plötzlich darf der Käse nicht mehr verkauft werden, Vieh auf dem monatlichen Bauernmarkt muss nach EU-Norm registriert und markiert sein... Schaut bei dem Thema vor allem einmal in die Gesichter der Menschen!

Wie wir wissen, ist die Ukraine an einem Scheideweg. Viele Menschen wollen in Richtung EU und kämpfen dafür auf dem Maidan. Vor dem geschichtlichen Hintergrund ist ein vereintes Europa ja wirklich etwas Gigantisches, eine riesige Chance. Aber mit diesen oft sinnlosen und überzogenen Vorschriften und EU-Normen riskiert man das Scheitern dieser großartigen Idee und grenzt Menschen und deren Lebensweise aus. Ja, man geht bewusst das Risiko ein, Menschen in die Armut zu treiben, man schafft sich ohne jeden Grund Unfrieden. Wiederspricht das denn nicht geltendem EU-Recht?

Ich bin nach wie vor hin und her gerissen. Ich sehe diese einmalige Chance, ein friedliches, vereintes Europa, in Zukunft auch mit der Ukraine. Aber lasst es nicht zu, dass die Idee von einigen wenigen, die nur einen persönlichen Vorteil sehen, zerstört wird! Die Ukrainer kämpfen im Prinzip mit demselben Problem, wann werden es die Menschen in der EU ebenfalls tun?


 

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