Schlagwortarchiv zu: „Ziegen züchten“

Winternachlese und Frühlingserwachen

Es gibt zur Zeit keine schweren Kämpfe in der Ukraine. Aber die Waffen schweigen nicht, immer wieder kommt es zu Provokationen. Der ausgehandelte »Frieden« in Minsk ist mehr als wackelig. Trotzdem merken wir, wie die Anspannung der letzten Monate sich etwas gelöst hat. Alle hoffen, dass dem kleinen Zaren im Kreml vielleicht etwas zustößt und eine vernünftigere Person das Ruder in die Hand nimmt. Ja, diese Ruhe tut uns gut, steht uns doch viel Arbeit bevor und die letzten Tage waren Vorboten des Frühlings. Dabei hat unsere Ziege Lieselotte schon in der Nacht zum 1. März den Frühling eingeläutet.

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geschrieben am: 09.03.2015

 

Sommernachlese 2014 Teil 1 - Garten und Tiere

Wie war der Sommer dieses Jahr bei uns? Nun, das Wetter war bilderbuchmäßig. Wir hatten keine langen Trockenperioden, Petrus »weinte« immer zur richtigen Zeit und nie zu lang. Einen kurzen Schreck hatten wir bei der Sturmnacht Ende Juni, ich berichtete. Da konnte ich mich ein paar Tage später wieder einmal über die Natur wundern. Der eine Nachbar hat nichts unternommen, um seinen Mais zu retten. Wozu auch, das ging von allein. OK, der Mais stand nicht mehr wie eine Eins, aber die Ernte war doch ganz normal bei ihm. Die kurze Regenperiode im September haben wir genossen, in Ruhe konnten wir uns auf den Endspurt vorbereiten. Und wir ließen uns da auch Zeit, den letzten Mais ernteten wir Anfang November.

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geschrieben am: 25.11.2014

 

Bilder vom letzten Sommersturm

Am letzten Donnerstag kam endlich der ersehnte Regen zu uns. Schön gemächlich regnete es den ganzen Tag, mal mehr, mal weniger. Eben so, wie man es als Kleinbauer gerne hat. Leider kam dann am Abend ein heftiger Wind dazu, der sich zu einem kleinen Sommersturm entwickelte. Ich hatte gerade das Spiel Deutschland gegen USA gesehen, da fiel dann auch schon der Strom aus und blieb bis in den folgenden Nachmittag weg. Das kann man ja noch verschmerzen, viel schlimmer hat es da Obstbäume und vor allem einige Äcker erwischt, wobei wir selbst noch ziemlich glimpflich davongekommen sind. Das nebenstehende Bild zeigt den Acker des Nachbarn rechts neben uns. Die Hälfte des Maises steht, als wäre nichts gewesen, der Rest liegt auf dem Boden, als wäre eine Planierraupe darüber hinweggerast. Vermutlich haben vereinzelte Böen ziemlich heftig gewütet.

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geschrieben am: 28.06.2014

 

Бринза – Brimsen- oder Fetakäse selbst gemacht

Eine Sabine aus Österreich fragte mich, wie wir denn Käse herstellen? Richtiger Hartkäse/Schnittkäse braucht viel Zeit und vor allem einen ordentlichen Reiferaum, mit gleichmäßiger Luftfeuchte und Temperatur. Den haben wir (noch) nicht, erste Versuche in der Wohnung waren zwar nicht schlecht, der Käse war aber nach 6 Wochen Reife sehr hart und trocken. Aufs Brot hat er sich weniger geeignet, dafür war er aber ideal als Reibekäse und stand einem Parmesan in nichts nach.

Deshalb haben wir uns auf junge Käsesorten spezialisiert. Bekannt ist er in Deutschland als Fetakäse oder Brimsen, hier in der Ukraine eben als Бринза (sprich Brinza), eine Spezialität aus den Karpaten. Moment, werden viele sagen, Brimsen ist doch Schafskäse! Richtig. Jedoch nennt man in der Zentralukraine so jungen Käse eben Brinza, egal ob er aus Schaf-, Ziegen- oder Kuhmilch hergestellt wird.

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geschrieben am: 10.01.2014

 

Julia T. hat Nachwuchs und ein kleines Wunder

Was für ein aufregendes Wochenende! Bei Julia T. war es endlich soweit, sie hat 2 Junge zur Welt gebracht. Ein Böcklein und ein Zicklein. Niemals wieder werden wir Mittags eine Ziege zum Bock bringen, denn dann kommen die Jungen in der Nacht zur Welt. So war es dann auch. Wir wollten gerade Sonntag früh gegen 1:00 Uhr zu Bett, als Julia T. mit lautem Gemecker den Nachwuchs ankündigte. Da es Probleme gab, kamen wir dann auch erst gegen 4:00 Uhr endlich zu etwas Schlaf. Was passierte und was es sonst in unserem kleinen Tierreich an Neuigkeiten gibt, beschreibe ich in nachfolgender Gallerie. Viel Spaß beim Betrachten :)

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geschrieben am: 16.04.2013

 

Julia T. war heute beim Bock!

Wenn Ziegen im Herbst unruhig werden, viel meckern und das Geschlechtsteil anschwillt, dann heißt es: sie ist heiß und will zum Bock. Wir haben selbst keinen Ziegenbock, da das Halten dieser so eine Sache ist. Sie brauchen einen extra Platz, Futter und hmm, „muffeln“ ziemlich stark. Aber im Dorf gibt es einige Frauen, denen macht das nichts aus und sie verdienen so fürs Decken auch noch ein paar Griwna.

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geschrieben am: 15.11.2012

 

Was für ein Sommer Teil 4 - Unsere Ziegen

Während die Gartenarbeit und die Enten uns nur in der Saison beschäftigen, haben wir die Ziegen das ganze Jahr. Wir haben uns ganz gut mit ihnen arrangiert und möchten sie nicht mehr missen. Sie versorgen uns ja auch mit Milch, daraus machen wir Quark, Sahne, Frischkäse, ab und zu auch Butter - alles gehört in der Küche und auf dem Tisch nun zum Standard.

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geschrieben am: 07.11.2012

 

Die 100 sind voll - eine kleine Viehinventur

Wer hätte das vor 3 Jahren noch gedacht. Damals in Deutschland waren wir höchstens „Besitzer“ von ein paar Stubenfliegen und einem 4m² großen Blumenbeet neben der Terrasse, heute tummeln sich in unsrer kleinen Kolchose über 100 (Nutz-)Tiere und wir bewirtschaften ca. 3000m² Land. Für diesen Sommer wurde alles geboren, ist geschlüpft oder wurde gekauft. Was haben wir also?

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geschrieben am: 25.05.2012

 

Es gibt wieder Molosiwo! Und Neues aus der Ziegenaufzucht.

Molosiwo. Eine Delikatesse aus der Erstmilch oder „Biestmilch“ hergestellt, gibt es nur, wenn eine Kuh oder Ziege Junge bekommen hat. Ich berichtete schon davon. In unserem Fall war es ganz pünktlich unsre Emmutschka, die am Montag 2 süße kleine Zicklein zur Welt brachte.

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geschrieben am: 16.05.2012

 

Die Woche(n) 10,11,12 - 2012

So ist das mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr. 2 Monate habe ich  ausgehalten und wöchentlich geschrieben. Entschuldigung, das wird wieder besser! ;)

Der letzte Schnee bisher, 2 Tage später hatten wir 18°C und herrlichen SonnenscheinAber was soll ich denn auch berichten? Dass der Winter nicht weichen wollte? Es immer wieder schneite - taute - schneite - taute? Es gab neben viel Arbeit leider nichts außergewöhnliches zu berichten. Außerdem war es irgendwie wie "die Ruhe vor dem Sturm". Soll heißen, wir haben jetzt endlich Frühling.

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geschrieben am: 24.03.2012

 

Die Woche 09-2012

Es will einfach nicht Frühling werden! Es ist weiterhin kalt, nachts oft unter 0°C und seit Stunden schneit es wieder. Zweimal ärgerten mich diese Woche die Elektriker, die - aus welchen Gründen auch immer - stundenlang den Strom abschalten. Dass ich arbeiten muss, ist das eine. Aber jetzt haben wir auch die Gänseeier im Inkubator und die brauchen konstante 38°C! Ich hoffe, sie haben die Unterbrechungen gut überstanden. Also auch hier müssen wir etwas tun und uns demnächst doch ein Stromaggregat zulegen.

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geschrieben am: 04.03.2012

 

Die Woche 08-2012

In Deutschland feierte man diese Woche Fasching, hier habe ich davon nichts gemerkt. Aber während am Dienstag die Narren auf Deutschlands Straßen tanzten, bekamen wir wieder einmal Nachwuchs. Unsere neue Ziege Lieselotte gebar ein junges Zicklein, die wir "Julia" tauften. Alles verlief ohne Probleme. Milla kam gegen Mittag in den Stall und da war sie da. Schön sauber geleckt und auf den eigenen Beinen! Als unsre erste Ziege Emma letztes Jahr Horst Schaschlik zur Welt brachte, brüllte sie das halbe Dorf zusammen.

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geschrieben am: 26.02.2012

 

Der Winter ist da

Jetzt hat sie uns, die sibirische Kälte. Spät ist sie gekommen, aber sie ist da. Mit -17°C war die letzte Nacht die bisher Kälteste. Und wetter.com orakelt, dass ein Ende nicht in Sicht ist, die Temperaturen sogar jenseits von -20°C liegen sollen. Letzte Woche gab es den dazu gehörenden Schnee, ca. 20cm von der weißen Pracht deckte alles zu. Seit gestern haben wir tagsüber strahlend blauen Himmel, das macht die Unannehmlichkeiten der Kälte mehr als wett. Wir schauen den kommenden Tagen gelassen entgegen, solange Gas und Strom da ist, gibt es für uns kein Grund zur Sorge.

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geschrieben am: 28.01.2012

 

Die Woche 03-2012

Diese Woche gab es nur 2 Themen für uns. Das Wetter und neuer Nachwuchs im Kaninchenstall. Das dritte Weibchen hatte am Freitag angefangen sich zu rupfen, ein untrügliches Zeichen, dass der Nachwuchs bald kommt und wahrscheinlich schon da ist. Aber wir wollen die junge Mutter nicht stören und haben Geduld, bis die Kleinen sich von selbst einmal sehen lassen. Mittlerweile haben wir alle Kaninchen im Stall untergebracht, wir wollen nichts riskieren, denn die Wetterprognose sagt ab kommenden Wochenende Temperaturen um die -20°C voraus!

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geschrieben am: 22.01.2012

 

Die Woche 02-2012

Wer jetzt denkt, dass mit den ukrainischen Weihnachten am 6./7. Januar der Alltag wieder eingekehrt ist, der ist leider im Irrtum. Am 13./14. Januar wird natürlich auch gefeiert, diese Tage entsprechen nach dem alten Kalender dem Neujahrsfest. Wir haben am Samstag bei einer Cousine meiner Frau gefeiert, mit viel gutem Essen und einigen Gläschen Samogon - und ich habs sehr gut überstanden! ;)

Unsere neue Ziege hat sich ganz gut eingelebt, wobei sie von mir in den ersten Tagen gleich einen Spitznamen bekam, aus Lieselotte lässt sich ja ganz schön „Meckerliese“ machen und das ist sie im wahrsten Sinn des Wortes. Aber ich habe Geduld und hoffe, dass sie sich gut einlebt und wieder beruhigt. Sie ist ja trächtig - aber keiner weiß, wann es soweit ist, sie lebte ja mit mehreren Ziegen und Böcken zusammen und da passt niemand auf, wer mit wem, wann und wo....

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geschrieben am: 15.01.2012

 

Die Woche 01-2012

Neues Jahr - neuer Anlauf. Nachdem viel Arbeit das Hobby zu kurz kommen lies, soll es im neuen Jahr natürlich besser werden. Das ist einer der guten Vorsätze von mir.

Wir hoffen natürlich, dass Ihr alle gut in 2012 angekommen seid und die Feiertage zu etwas Ruhe genutzt habt. Bei uns steht mit dem neuen Jahr viel Arbeit auf dem Plan. Die Kammer und die Küche sind jetzt mit der Renovierung dran, bevor im Frühjahr die Gartensaison wieder losgeht.

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geschrieben am: 08.01.2012

 

Unsere Lieblinge: Irma und Emma (2)

Und dann ist ja noch Irmas beste Freundin: Die Ziege Emma

Wir hatten Irma gerade eine Woche, sie hat sich gut eingelebt und schon die ein oder andere Sandale zerbissen, da bekamen wir das Angebot, für 10 Euro eine junge Ziege zu erwerben. Ich hatte ja eine tierische Freundin. Und meine Frau? Klar, sie bekam die Ziege. Und ein Name war schnell gefunden, Emma oder wie meine Frau sie nennt: Emmutschka.

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geschrieben am: 31.10.2011

 

Unsere Lieblinge: Irma und Emma (1)

Habe ich schon erzählt, dass es auf dem Dorf keine Klingeln gibt? Ich habe diese technische Errungenschaft noch nirgends erblickt. Wirklich! Und ich habe auch noch keinen Hof ohne Hund gesehen. Oh, und da gibt es ja so viele. In mancherlei Grundstücken kläffen oft auch mehr als einer, sobald man sich dem Grundstück nähert. Und was für welche! Von bisslustigen, kleinen, fiesen Ratten bis zu sanftmütigen, halben Kälbern - da ist alles und in fast allen Farben dabei.

Rassen? Da kenne ich mich nicht aus. Ich bin mir aber in einem sicher: Sollte ein ernsthafter Artenforscher sich einmal in die Ukraine verirren, er hätte helle Freude an seiner Arbeit.

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geschrieben am: 31.10.2011