Schlagwortarchiv zu: „orthodoxe Kirche“

Das St. Michaelskloster in Kiew

Das Михайлівський золотоверхий монастир (sprich: Mychajliwskyj solotowerchyj monastyr = Michaels Goldkuppel-Kloster) ist ein Ensemble aus mehreren Gebäuden aus verschiedenen Zeiten und in Sichtweite der Sophienkathedrale. Das Bild zeigt das Kloster um 1900. Die St. Michaelskathedrale innerhalb der Klostermauern wurde von 1108 bis 1113 von Fürst Swjatopolk II. Isjaslawitsch, Enkel des berühmten Jaroslaw dem Weisen, errichtet. Zu Ehren des Erzengel Michael, dem himmlichen Beschützer Kiews. Im Volk selbst heißt sie auch einfach Slatowerchi, also Goldspitze oder Goldkuppel. Die Kathedrale war wohl die erste mit goldenen Kuppeln und dies wurde dann quasi Standard bei weiteren Bauten von Gotteshäusern im christlich orthodoxen Osteuropa.

Bei der Ausarbeitung dieses Beitrags las ich, dass sich die Historiker wohl nicht ganz einig über die Geschichte des Klosters sind. Vorherrschend ist wohl die Meinung, dass 50 Jahre vor Fürst Swjatopolk II. sein Vater Isjaslaw I. Jaroslawitsch, das Demetrios-Kloster samt einer Kirche auf diesem Platz erbaute, benannt nach seinem Taufnamen Demetrios.

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geschrieben am: 01.02.2014

 

Die St. Michaels Kathedrale in Tscherkassy und eine orthodoxe Taufe

Heute geht es nicht weit weg. Nur 20 Autominuten von uns steht eine der größten Kathedralen der Ukraine, die St. Michaels Kathedrale in Tscherkassy. Interessant ist ihre Geschichte, die ist nämlich recht kurz. Denn der Baubeginn dieser Kathedrale war 1994 und 2002 war dann die Einweihung. Und diese Kathedrale mit 9 Kuppeln ist wahrlich imposant. Mit einer Länge von 58m und einer Breite von 54m fasst sie 12 000 Besucher. Mit einer Höhe von 74m ragt sie über die Dächer der Umgebung hinaus und ist schon aus der Ferne gut zu sehen. Somit ist sie die höchste und größte Kathedrale der Ukraine! (Dieser Beitrag entstand mit Material aus der ukrainischen Wikipedia).

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geschrieben am: 28.01.2014

 

Heute war „Badetag“ im Dnjepr

Nun gut, der Titel täuscht etwas. Denn für die hiesige Kirchengemeinden ist heute einer der höchsten Feiertage. Da die orthodoxe Kirche weiterhin nach dem julianischen Kalender ihre Feste feiert, ist heute das Epiphanias-Fest, an dem orthodoxe Gläubige die Taufe Jesu Christi feiern. In Deutschland eher bekannt als das Fest der „Heiligen Drei Könige“. 

Strenggläubige und wagemutige Christen nehmen an diesem Tag ein „Bad im Eisloch“, das soll von Sünden befreien. Bei Russland-Aktuell fand ich folgendes, was auch auf ukrainische Gläubige zutrifft:

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geschrieben am: 19.01.2014

 

Die Sophienkathedrale in Kiew

Wer das erste Mal durch die Ukraine fährt, wird sich vor allem über eines wundern: Viele Häuser und Straßen hätten eine Renovierung nötig, aber man wird kaum eine baufällige Kirche sehen! Das ist mir schon bei meiner ersten Reise 2003 aufgefallen. Und wenn eine Kirche renovierungsbedürftig war, stand wenigstens schon ein Gerüst da. Dafür gibt es eine recht einfache Erklärung. 70 Jahre Unterdrückung des Glaubens, Zerstörung vieler Kirchen und Klöster durch die Kommunisten; das hat nach dieser Ära – befreit aus dem ideologischen Korsett – zu einem richtigen Bauboom geführt. Man kann einem Menschen eben nicht seinen Glauben nehmen und das drücken sie in ihren neuen und/oder renovierten Gotteshäusern aus.

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geschrieben am: 18.01.2014

 

Der Pope hilft!

Jahrzehntelang wurde der Glaube in den Sowjetrepubliken unterdrückt. Es war einer der größten Fehler der sozialistischen Ära. Nach dem Zerfall der Sowjetmacht erlebte die orthodoxe Kirche auch in der Ukraine eine beispiellose Renaissance. Schon bei meiner ersten Fahrt im Jahre 2003 sah ich vieles im Land im Argen liegen. Aber nicht nur Tankstellen, auch neue Kirchen sind wie Pilze aus dem Boden geschossen - und was noch erhalten war, wurde liebevoll restauriert. Verfallene oder ungepflegte Kirchen sah ich nirgends.

Und auch bei privaten Problemen und gesundheitlichen Zipperlein wird wieder gern der Rat eines Popen gesucht. Popen sind die Priester der orthodoxen Kirche. In der Ukraine nennt man ihn „Piep“ (ich bleibe lieber bei der russischen Bezeichnung). Aber Pope ist nicht gleich Pope! Es gibt mittlerweile Popen, die sich über ihr Dorf hinaus einen Namen gemacht haben und von denen man sich regelrechte Wunder erzählt. So auch von dem Priester in dem kleinen Dorf Halahanivka.

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geschrieben am: 13.09.2011