Beiträge in der Kategorie: „Historie“

 

Gedenktage und historische Ereignisse werden in dieser Kategorie zusammengefasst. Sozusagen der „History-Channel“ von Ukraweb.

Ukrainische Frauen SIND etwas Besonderes

17.06.2017

Ab und zu haben wir ja auch männliche Feriengäste, die gerne eine Ukrainerin kennenlernen möchten. Und einige glückliche Pärchen gehen schon auf unser Konto. :)  Dabei erzählte mir einer dieser netten Herren, der auch viel auf speziellen Internetplattformen unterwegs war von einer Studie, wonach weltweit die gesuchtesten Frauen Polinnen, gleich gefolgt von Ukrainerinnen sind. Und was ist so besonderes an ihnen? Was macht sie so einzigartig und begehrenswert? Was können Männer daraus lernen? Einen Grund finden wir vielleicht in der Geschichte, dazu gleich mehr.   » weiterlesen

Wider die russischen Lügen!

05.06.2017

Mit der Auslegung der Geschichte haben Russen so ihre Probleme. Erst neulich, als Putin in Frankreich zu Gast war, sorgte er für Gelächter und Unverständnis unter den Ukrainern, weil er doch tatsächlich die Jahrhunderte alten Verbindungen Russlands mit Frankreich bis hin zu Königin "Anna von Kiev" zurück datierte. Eine Zeit, in der es weder ein "Rossia", noch ein Moskau gab, die späteren Moskowiter also buchstäblich noch im Urwald hausten. Über Anna von Kiev kommt demnächst mal etwas mehr hier im Blog. Nein, Russen haben nicht nur Probleme mit der Geschichte, sie haben diese über Jahrhunderte bewusst gefälscht. Und leider haben sich auch im deutschen Gedankengut sehr viele Unwahrheiten festgesetzt und die Bereitschaft, diese zu revidieren, ist oft sehr gering.   » weiterlesen

Kurzbeitrag - Bilder von der Krim

02.02.2017

Ich habe eben einen interessanten Tipp von meinem Stammleser Thomas bekommen. Die EU förderte ein Projekt, alte Filme aus und über den Ersten Weltkrieg zu digitalisieren und via Internet frei zugänglich zu machen. Mit dabei ein alter Stummfilm mit Bildern von der Krim. Gerade für Kenner und Liebhaber der Krim ein muss. Danke Thomas für den Tipp! 

Link zum Film: Bilder von der Halbinsel Krim (1918)


Wyschywanka – mehr als Folklore

04.12.2016

„Stickerei“ oder „Bestickte Hemden“ – so kann man Wyschywanka übersetzen, ukrainisch Вишиванка, englisch transliteriert Vyshyvanka – waren schon im Altertum bekannt und werden bis heute vor allem in der Ukraine und Weißrussland getragen. Sie sind aber nicht nur schmuckvolle Kleidung, es steckt viel mehr dahinter. Und dem wollen wir uns heute einmal widmen. Zuerst ein Blick zurück in die Geschichte.   » weiterlesen

Wie die Litauer im 14. Jhd. Oberherren der Ukraine werden und zeigen, wie man mit den Moskali spricht - Teil 2

23.11.2016

Im ersten Teil haben wir die Eroberung der Ukraine durch den Litauischen Großfürsten Gediminas erfahren, jetzt geht es darum, diese zu bewahren. Nachdem Gediminas starb, kam ein ebenso tatkräftiger Sohn von ihm an die Macht, Olgerd (Algirdas). Die Russischen Annalen schildern uns den Charakter des würdigen Sohnes von Gediminas, nämlich Olgerd, auf eine kurze aber sehr vorteilhafte Art. „Olgerd, heißt es daselbst, hatte viel Mutterwitz, sprach viele Sprachen, war abgeneigt von allen unnützen Handlungen und Spielen, unermüdet thätig bey seiner Regierung, trank weder Wein, noch Bier, noch Meth. Er erwarb sich ein großes Gebiet, und that es an Ruhm und Würde allen seinen Vorfahren und Nachkommen zuvor.“ – Die Geschichte rechtfertigt dieses Lob Olgerds durch seine Taten vollkommen.

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Wie die Litauer im 14. Jhd. Oberherren der Ukraine werden und zeigen, wie man mit den Moskali spricht - Teil 1

22.11.2016

Die Goldene Horde hat in der Geschichte ihren Zenit überschritten, da kamen im 14. Jahrhundert die Litauer zu Macht und Einfluss in Europa. Eng verwoben ist mit dieser Nordischen auch die Geschichte der Ukraine.  Und nach dem, was ich bisher las, ging es den Ukrainern unter ihnen gar nicht mal so schlecht. Die Litauer haben sich bisher erfolgreich gegen die Christianisierung (und den Deutschen Orden als »Heilsbringer«) gewehrt und als »Heiden« den Glauben an ihre nordischen Götter bewahrt. Und gerade sie als Nichtchristen hatten eine beispielhafte Toleranz gegenüber Andersgläubigen! Schauen wir heute auf die Anfänge des Litauer Reiches unter Gediminas und seinen Sohn und Nachfolger Olgerd (Algirdas).   » weiterlesen

Zeitleiste zur Geschichte der Ukraine

16.11.2016

Weiter geht es mit der Geschichte der Ukraine. Das heutige Gebiet der Ukraine als Nahtstelle West-und Mitteleuropas zu Asien im Osten, zu den arabischen Völkern im Süden und dem russischen Reich im Norden war Mittelpunkt vieler Kriege, Eroberungen und Völkerwanderungen. Eine friedliche Besiedelung somit über viele Jahrhunderte nahezu unmöglich. Und trotzdem war es gerade durch seine Lage sehr früh ein Dreh- und Angelpunkt für den Handel mit dem fernen Osten und den Kontakt zu den Hochkulturen im Süden im frühen Mittelalter.   » weiterlesen

Heute ist der Gedenktag an den Holodomor

28.11.2015

Holodomor - wer die Geschichte dahinter kennt, bekommt schon bei Nennung dieses Wortes ein frösteln. Ich möchte hier und jetzt nicht auf die Grausamkeiten eingehen, welche Stalin und seine bolschewistischen Schergen hauptsächlich dem ukrainischen Volk angetan haben. In den Jahren 1932/33 wurden auf Stalins Anweisung die Ukrainer systematisch ausgehungert. Man geht von mehreren Millionen Toten aus, die Zahlen schwanken zwischen 4 und 11 Millionen. Eine genaue Zahl wird man wohl nie erfahren. Der Holodomor war ein Genozid am ukrainischen Volk. Das Tragischste ist, dass dieser von Russland nach wie vor und besonders wieder in der heutigen Zeit verleugnet wird und mehrere, vor allem europäische Länder wider besseren Wissens diesen Völkermord nicht anerkennen. Denen stehen die Beziehungen zu Russland näher als die Wahrheit. Unter ihnen leider auch Deutschland...   » weiterlesen

Videos zur Geschichte der Ukraine

22.12.2014

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, da muss noch das ein oder andere erledigt werden. Deshalb dauert es noch etwas mit den Fortsetzungen zur Geschichte der Ukraine. Weiterhin ist es doch ein sehr komplexes Thema und ich überlege, ob es nicht in einem anderen Format präsentiert werden sollte. Aber ich bleibe da auf alle Fälle dran. Für Interessenten habe ich jetzt erst einmal interessante Videos gefunden zur schon beschriebenen Frühgeschichte. Diese Seite werde ich dann auch immer wieder aktualisieren und hier alle Videos sammeln, die zur Geschichte der Ukraine passen.   » weiterlesen

Die Geschichte der Ukraine - Frühgeschichte bis zu den Kiewer Rus

05.12.2014

Chasaren auf dem Ritt nach Westen.Zur Ur- und Frühgeschichte für das Land nördlich des Schwarzen Meeres, welches heute die Ukraine ist, existieren leider nur spärliche Erkenntnisse und basieren oft auf Vermutungen. Menschen lebten wohl schon in der Altsteinzeit in diesem Gebiet, es gab verschiedene, nomadische und halbnomadische Völker. Erste schriftliche Erkenntnisse dieses Gebietes erlangten wir durch die überlieferten Sagen des klassischen Altertums. Zum Beispiel in der Geschichte der Reise des Herakles auf dem Schwarzen Meer oder durch die Abenteuer des Odysseus im Lande der Kimmerier, deren Reich bis zur Krim, an die Straße von Kertsch reichte. Prometheus wurde auf Befehl des Zeus am Kaukasus festgekettet – die Gegend nördlich des Schwarzen Meeres war also den alten Griechen bekannt.   » weiterlesen

Die Geschichte der Ukraine - Einleitung

28.11.2014

Wie ich schon ankündigte, möchte ich mich näher mit der Geschichte der Ukraine beschäftigen und diese meinen deutschsprachigen Lesern näher bringen. Ich kann das keinesfalls wie ein Historiker, dafür fehlt mir schlicht und einfach auch die Zeit. Deshalb möchte ich so vorgehen: Ich werde markante und interessante Geschichten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschichte der Ukraine nahmen, genauer ansehen und entsprechende Beiträge ausarbeiten. Als Grundlage dient mir ein altes Buch, welches mein guter Freund Micha aus Kiew mir als Ausdruck schenkte. Es handelt sich um den Band 48 der »Allgemeinen Welthistorie« von 1796. Das Buch mit über 700 Seiten in alter deutscher Schrift kann jeder bei Google-Books downloaden. Zum Glück liebe ich es, solche alten Bücher zu lesen, aber das nur am PC zu tun ist doch sehr ermüdend. Deshalb an dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an Micha für den Ausdruck, das hilft mir sehr!   » weiterlesen

Die tragische Geschichte der Kobzari, Lirniki und Banduristen Teil 2

04.02.2014

Wie ich im ersten Teil schon andeutete, kommen wir jetzt zu einer sehr tragischen Seite in der Geschichte der Banduristen, welche Stalin erbarmungslos verfolgen lies. Viele Banduristen wurden ab den '20er Jahren verhaftet und sind spurlos verschwunden. Einige konnten das Land verlassen und gingen nach Amerika oder Kanada. Ungeheuerlich ist hingegen die Aussage des Komponisten Dmitri Schostakowitsch (1907-1975) in seinen Memoiren¹ :   » weiterlesen

Die tragische Geschichte der Kobzari, Lirniki und Banduristen Teil 1

04.02.2014

Informationen und Unterhaltung sind in der heutigen Zeit nur einen Knopfdruck entfernt. In früheren Jahrhunderten übernahm dies das fahrende Volk. Gaukler und Spielmänner zogen durch das Land, sorgten für Unterhaltung und Nachrichten. Über Letztere, die Barden der Ukraine möchte ich heute schreiben. Man nennt sie Kobzar (кобзар), Lirnik (лірник) oder Bandurist (Бандурист, Бандурник, Бандурщик), wobei sich heute der letzte Begriff für alle eingebürgert hat. Der Unterschied liegt eigentlich nur im verwendeten Instrument, hier eine kurze Erklärung:   » weiterlesen

Heute wird gefeiert: Geburtstag hat der Horilka / Wodka

31.01.2014

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Im ukrainischen Kalender wird der heutige Tag zum - natürlich inoffiziellen - Gedenktag an die Geburtsstunde des Horilka* in seiner jetzigen Zusammensetzung erklärt. Moment, werden einige sagen, den Horilka gibt es doch schon viel länger! Das ist richtig. Aber am 31. Januar 1865 stellte Dmitri Iwanowitsch Mendelejew seine Doktorarbeit vor und diese lautete „Über die Verbindung von Alkohol mit Wasser“. Mit dieser und weiteren Arbeiten leistete er einen wichtigen Beitrag zur qualitativen Verbesserung des fabrikmäßig hergestellten Wodkas. Alkoholgehalt und Bestandteile des Wodkas in der heutigen Produktion gehen auf seine Vorschläge zurück. Jetzt werden einige fragen, ob der denn nichts besseres zu tun hatte? ;)   » weiterlesen

Gedenktag an die Schlacht von Kruty (Крути)

29.01.2014

Der heutige 29. Januar ist Gedenktag an die Gefallenen von der Schlacht bei Kruty (Бій під Крутами) im ukrainisch-bolschewistischen Krieg von 1917 bis 1921. Diese Schlacht fand 1918 statt und hat sich besonders ins Gedächtnis der Ukrainer eingeprägt. Und gerade durch die aktuellen Ereignisse animiert, möchte ich auch hier im Blog an diesen Tag erinnern! Was war passiert?

Die Schlacht fand wohl sehr plötzlich 130km nordöstlich von Kiew, am Bahnhof des Dorfes Kruty (Крути) und in der Nähe des Nachbardorfes Pamjatne (Пам'ятне) statt und dauerte etwa 5 Stunden. 4000 sowjetische Soldaten unter Generalleutnant Nikolai Murawjow waren auf dem Weg in Richtung Kiew und trafen hier auf 400 Verteidiger der UPR, bestehend aus Schülern, Studenten, Soldaten und freien Kosaken. Im Gedächtnis der Ukraine blieb vor allem der Heldenmut der Jugend, die sich für ihr Land, für eine freie Ukraine opferten und die Tatsache, dass 27 gefangene Studenten gnadenlos von den Sowjets hingerichtet wurden. Allen war klar, dass dieser Krieg unter anderen Regeln geführt wurde, abseits jeder Moral und abseits der Genfer Konventionen!   » weiterlesen

Cherwona Sloboda - Ein Dorf zieht um

20.09.2011

Will der Reisende von Kiew nach Tschigirin oder weiter nach Krementschuk, so kommt er nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt durch endlos scheinende Felder und kleine, beschauliche Dörfer direkt an den Dnepr. Der Dnepr! Mit über 2200km Länge ist er Europas drittgrößter Fluss, nach Wolga und Donau. Und wer sich die Liste der längsten Flüsse auf der Erde anschaut, sieht ihn gemütlich in einer Reihe mit dem Ohio, Arkansas- und dem Colorado-River in Amerika stehen. In den Waldaihöhen, nur 200km von Moskau entfernt, beginnt der lange Weg durch Russland, Weißrussland und die Ukraine – bis er im schwarzen Meer sein Ziel erreicht.

Heute stehen wir an seinem linken Ufer und sehen auf der anderen Seite, in 12km Entfernung, die Silhouette von Tscherkassy. Die Fahrt geht weiter. Sechzehn Kilometer geht es nun neben dem Bahngleis über den gewölbten Damm und dann über die 1km lange Stahlbrücke hinein in die Stadt. Schaut man während der Fahrt einmal nach Osten, entsteht der Eindruck, an einem Meer zu sein. Nicht zu unrecht sagt man hier im Sommer „Wir gehen ans Meer schwimmen“. Denn was wir hier sehen, ist der riesige Stausee des Krementschuker Staudamms.   » weiterlesen