Beiträge in der Kategorie: „Leben in der Ukraine“

 

Wie lebt man in der Ukraine? Was ist anders als in Westeuropa? Hier findet der Leser einiges zu diesem Thema.

Winter is coming? No. Winter is here!

30.01.2017

Der Titel gefällt mir als GoT-Fan. ;) Jedoch hat uns der Winter wirklich fest im Griff. Das Thermometer hatte eine Nacht die -20°C - Marke knapp verfehlt. Zum Glück wechseln die Temperaturen wie heute mit -15°C immer wieder in den einstelligen Bereich und wenn dann tagsüber die Sonne scheint, ist diese trockene Kälte hier ganz gut zu ertragen. Auch den Tieren geht es, dank der guten Pflege meiner Frau, ganz gut. Gefroren sind nur die in der Kühltruhe...    » weiterlesen

Rückblick auf die Saison 2016 - Teil 2

30.11.2016

Also ich muss sagen, „kontinentales Klima“ hat schon seine Vorteile. Es ist berechenbarer, kontinuierlicher. Bis in den Juli hinein hat es immer wieder Regen gegeben. Das war gut, haben wir so dieses Jahr weniger als sonst gießen müssen. Aber anders als in Deutschland war das keine komplette „Regenzeit“, wo man anfängt, ein Lied von Rudi Carrell zu pfeifen. Denn der Regen kam immer wieder zur richtigen Zeit, meist über Nacht und wir haben das nicht als lästig empfunden. Auch gab es immer wieder sonnige Tage dazwischen und die Temperaturen waren durchweg angenehm. Für den Garten und Acker war es perfekt. Es gab in der Ukraine diesen Sommer örtlich auch heftigen Hagel, selbst in Tscherkassy! Aber wir haben Glück gehabt, Chervona Sloboda wurde verschont.   » weiterlesen

Rückblick auf die Saison 2016 - Teil 1

20.11.2016

Der letzte Mais ist geerntet, die letzten Karotten blanchiert – und die Schlachtsaison hat begonnen. Soeben haben wir wieder drei Gänse in Gläser gestopft und kochen diese ein. Jetzt geht es langsam ans Genießen der Früchte unserer Arbeit. Und der Sommer war wieder, wie für die Ukraine üblich, nahezu perfekt. Begleitet mich nun durch ein ganzes Gartenjahr in Wort und Bild.   » weiterlesen

Erfolgreiche Aufzucht von Warzenenten

11.11.2016

Die positivste Überraschung dieses Jahres waren eindeutig unsere Warzenenten, die wir erstmalig auf dem Hof hatten.  Im Frühjahr kaufte meine Frau 40 Eier von Warzenenten, die wir im Inkubator ausbrüteten. Und siehe da, nach 34 Tagen schlüpften 21 gesunde Küken dieser Rasse. Warzenenten (Cairina moschata momelanotus) sind eine Zuchtform der Moschusenten und werden auch Flugenten oder Barbarie-Enten genannt, ukrainisch Мускусна качка.  Diese Rasse ist nicht mit unseren Hausenten verwandt, sie stammen ursprünglich aus Südamerika. Der Vorteil ist zum einen der geringe Fettanteil des Fleisches, für uns war jedoch auch ausschlaggebend, dass sie sehr leise sind. Normale Hausenten hatten wir ja schon. Ach, das war ein Geschnatter den ganzen Tag! Die Warzenenten hingegen geben nur einen leisen, zischelnden Laut von sich, sind darüber hinaus sehr zutraulich, viel intelligenter als Gänse und haben ein interessantes Aussehen. Die Aufzucht der Warzenenten war von Anfang an eine Freude und hat uns viel Spaß gemacht. Aber der Reihe nach.   » weiterlesen

Winternachlese und Frühlingserwachen

09.03.2015

Es gibt zur Zeit keine schweren Kämpfe in der Ukraine. Aber die Waffen schweigen nicht, immer wieder kommt es zu Provokationen. Der ausgehandelte »Frieden« in Minsk ist mehr als wackelig. Trotzdem merken wir, wie die Anspannung der letzten Monate sich etwas gelöst hat. Alle hoffen, dass dem kleinen Zaren im Kreml vielleicht etwas zustößt und eine vernünftigere Person das Ruder in die Hand nimmt. Ja, diese Ruhe tut uns gut, steht uns doch viel Arbeit bevor und die letzten Tage waren Vorboten des Frühlings. Dabei hat unsere Ziege Lieselotte schon in der Nacht zum 1. März den Frühling eingeläutet.   » weiterlesen

Sommernachlese 2014 Teil 1 - Garten und Tiere

25.11.2014

Wie war der Sommer dieses Jahr bei uns? Nun, das Wetter war bilderbuchmäßig. Wir hatten keine langen Trockenperioden, Petrus »weinte« immer zur richtigen Zeit und nie zu lang. Einen kurzen Schreck hatten wir bei der Sturmnacht Ende Juni, ich berichtete. Da konnte ich mich ein paar Tage später wieder einmal über die Natur wundern. Der eine Nachbar hat nichts unternommen, um seinen Mais zu retten. Wozu auch, das ging von allein. OK, der Mais stand nicht mehr wie eine Eins, aber die Ernte war doch ganz normal bei ihm. Die kurze Regenperiode im September haben wir genossen, in Ruhe konnten wir uns auf den Endspurt vorbereiten. Und wir ließen uns da auch Zeit, den letzten Mais ernteten wir Anfang November.   » weiterlesen

Bilder vom letzten Sommersturm

28.06.2014

Am letzten Donnerstag kam endlich der ersehnte Regen zu uns. Schön gemächlich regnete es den ganzen Tag, mal mehr, mal weniger. Eben so, wie man es als Kleinbauer gerne hat. Leider kam dann am Abend ein heftiger Wind dazu, der sich zu einem kleinen Sommersturm entwickelte. Ich hatte gerade das Spiel Deutschland gegen USA gesehen, da fiel dann auch schon der Strom aus und blieb bis in den folgenden Nachmittag weg. Das kann man ja noch verschmerzen, viel schlimmer hat es da Obstbäume und vor allem einige Äcker erwischt, wobei wir selbst noch ziemlich glimpflich davongekommen sind. Das nebenstehende Bild zeigt den Acker des Nachbarn rechts neben uns. Die Hälfte des Maises steht, als wäre nichts gewesen, der Rest liegt auf dem Boden, als wäre eine Planierraupe darüber hinweggerast. Vermutlich haben vereinzelte Böen ziemlich heftig gewütet.   » weiterlesen

Kleiner Zwischenbericht

18.05.2014

Wie die Zeit vergeht! Politisch ist die Ukraine nach wie vor im Rampenlicht. Alle hoffen, dass es nach den Präsidentenwahlen langsam wieder ruhiger wird und sich die Lage entspannt. Über Monate haben wir sehr intensiv die Geschehnisse verfolgt, und ich habe auch hier im Blog berichtet. Es ist schön zu wissen, dass es den Verwundeten, die in sächsischen Kliniken behandelt wurden wieder gut geht, wir berichteten von der Aktion unseres Freundes Kurt aus Iwano-Frankiwsk. Alle sind wohlbehalten wieder in der Heimat und waren sehr beeindruckt von Deutschland und der Hilfe, die sie da bekamen.

Diese Zeit hat uns seelisch auch stark mitgenommen. Aber das Leben geht weiter, auch für uns und unsere Tiere. Da hieß es erst einmal an Garten und Acker denken, sowie an die kommenden Gäste und die Projekte für die warme Jahreszeit - und das war gut so. Man kommt auch mal wieder auf andere Gedanken. Und es ist einiges passiert bei uns. Lasst mich heute mal einen kleinen Zwischenbericht geben.   » weiterlesen

Der Januar im Rückblick und Hundetrouble

28.01.2014

Nun haben wir den Januar 2014 fast hinter uns und es ist seit einer Woche auch das zur Jahreszeit passende Wetter. Die Temperaturen fielen Nachts bis auf -17°C und es soll die nächsten Tage noch kälter werden. -25°C sind vorhergesagt! Trotz der brisanten politischen Lage geht das Leben natürlich weiter. Und bei dem Wetter bleibt viel Zeit für neue Artikel. Hier eine kleine Zusammenfassung des ersten Monats im Jahre 2014.   » weiterlesen

Vergessene Völker – Die Huzulen in der Ukraine

12.01.2014

Heute ein kleiner Videotipp. ARTE zeigte den Film „Vergessene Völker – Die Huzulen in der Ukraine“ und führt uns tief in die Karpaten. Ein schöner Film, den ich auf Youtube fand. Und es wird passenderweise auch gezeigt, wie dieses Volk den Бринза herstellt. :) Viel Spaß!


З Різдвом Христовим! Frohes Fest! [Update]

06.01.2014

Heute beginnt in der Ukraine das Weihnachtsfest! Allen Lesern ukrainischer Herkunft, orthodoxen Glaubens und denen, die sich der Ukraine verbunden fühlen, wünsche ich ein З Різдвом Христовим / Frohes Fest.

Morgen gehen traditionell die Kinder von Haus zu Haus und singen. Oft zu hören ist dann das Lied aus dem Video. Das passt sehr schön zum Fest. Viel Spaß und ich schau jetzt einmal in die Küche, was da meine Frau so macht. :)   » weiterlesen

Willkommen 2014 - Ein kleiner Ausblick

01.01.2014

Da sind wir nun… im Jahre 2014! Gab es da in meiner Kindheit nicht Bücher, in denen dieses Jahr in weiter Ferne und voller Phantasien lag? Soll ich jetzt seufzen? Soll ich jubeln? Ach egal, alt werden ja eh nur die Anderen. ;) Machen wir also das Beste daraus. Ich hoffe natürlich, dass Ihr alle gut ins Neue Jahr gekommen seid und wünsche Euch vor allem ein gesundes und tolles Jahr!

Was wird das Jahr 2014 bringen? Was haben wir vor?

Wir haben natürlich so einiges auf der Liste in diesem Jahr. Wir möchten gerne unsere Ziegenmilchproduktion erweitern. Unsere Freunde Natalie und Peter aus Smila haben uns mit Tipps, Rezepten und ersten Hilfsmitteln einen Start in die Käseproduktion ermöglicht, und von 2 Ziegen haben wir aktuell so viel Milch, dass wir nicht nur selbst genug Käse haben, sondern auch schon verkaufen können. Und da auch in der Ukraine eine Nachfrage nach guten Naturprodukten besteht, soll es da ein bisschen mehr werden.   » weiterlesen

Rückblick 2013 Teil 3 - Unsere Projekte

31.12.2013

Wenn man ein Haus hat – oder wie wir, sogar zwei – gibt es immer etwas zu tun. Eigentlich wollten wir das Jahr ruhig angehen lassen, hatten wir ja erst das Ferienhaus fertig gestellt. Aber wie es so ist, da ist das Wetter so schön und man kann einfach nicht auf der faulen Haut liegen. Zwei dringliche Problembereiche hatten wir. Einen Haufen Bauschutt im Eingangsbereich, sehr unschön anzusehen. Zum anderen eine Treppe ohne Funktion.

Nach langer Überlegung kam dann die Lösung. Den Bauschutt verstecken wir unter einem Steingarten. Dafür nehmen wir die Natursteine von der alten Treppe. Wie man in der Galerie sehen kann, waren ganz schöne Brocken dabei, zum Glück hat unser Freund Eugen mir einen mächtig gewaltigen Abrisshammer geliehen, der ging in den Beton wie Butter.   » weiterlesen

Schnappschuss des Monats 09/13

18.09.2013

Irmas Töchterchen Anika ist wie ihre Mutter eine ganz Liebe und geniesst dieselben (Narren-)Freiheiten. Sie ist noch zu haben, wächst uns aber auch immer mehr ans Herz. Denn sie ist wirklich die zweite Irma, sehr intelligent und mit denselben Flausen im Kopf wie ihre Mutter in dem Alter. Würden wir auch mit 2 Schäferhündinnen zurecht kommen? Wahrscheinlich müssen wir es probieren, denn Anika geben wir nur an gute Hundehalter ab!


Sommerhalbzeit

05.08.2013

Und schon ist August. Die Sommerpause im Blog ist noch nicht vorbei, aber es ist Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Vom Wetter her ist wieder alles perfekt. Die Ziegen und Kaninchen wachsen prächtig, ebenso Irmas Welpen. Wir wecken ein wie die Weltmeister! Konfitüre, Gelee, Saft, Tomatensoße, und vieles andere füllt den Keller. Die ersten Feriengäste haben unsere Ferienwohnung eingeweiht und sie meinen auch, dass wir ein schönes Fleckchen in der Ukraine erwischt haben.   » weiterlesen

Ein Sommer am Dnepr

27.07.2013

Gerade mal 15 Minuten lang, aber der MDR hat wirklich eine sehenswerte Reportage im Programm, die ich bei Youtube fand. Viel Spaß!


Erster Ausflug ins Freie von Irmas Welpen

18.05.2013

Nun sind die Welpen schon 3 Wochen alt und haben sich wunderbar entwickelt. So langsam fangen sie an zu laufen, klettern schon aus ihrer Kiste, und ich darf sie dann in der Küche zusammensuchen – wenn Irma mich mitten in der Nacht weckt.

Wir haben begonnen, sie auch mit fester Nahrung zu füttern, was die kleinen Racker mit Wonne genießen. Und auch Irma ist uns dankbar, wenn sie ein wenig entlastet wird. Gestern waren alle das erste Mal den ganzen Tag und bei herrlichem Wetter draußen, da sind natürlich ein paar Fotos entstanden, die wir Euch hier gerne ohne viele Worte zeigen möchten. Viel Spaß!   » weiterlesen

Unsre Irma - eine tolle Hundemama

01.05.2013

Vor einer Woche war es soweit. Nachdem am Nachmittag unsre Irma eine Totgeburt hatte, riet unsre Tierärztin zu einer Spritze, die die Wehen einleitet. Wir gaben ihr diese Spritze am Abend gegen 20:00 Uhr und eine Stunde später war der erste Welpe gesund geboren. Auf Anraten unsrer Tierärztin haben wir Irma alles machen lassen und nicht weiter eingegriffen.

Und das war auch richtig so. Irma hat das ganz toll gemacht und ist eine fantastische Hundemama. Wir haben nur ab und zu nach dem Rechten gesehen, konnten sogar schlafen gehen. Und siehe da, am anderen Morgen waren es 5 gesunde Welpen, die an der Brust hingen und kräftig säugten. :)   » weiterlesen

Julia T. hat Nachwuchs und ein kleines Wunder

16.04.2013

Was für ein aufregendes Wochenende! Bei Julia T. war es endlich soweit, sie hat 2 Junge zur Welt gebracht. Ein Böcklein und ein Zicklein. Niemals wieder werden wir Mittags eine Ziege zum Bock bringen, denn dann kommen die Jungen in der Nacht zur Welt. So war es dann auch. Wir wollten gerade Sonntag früh gegen 1:00 Uhr zu Bett, als Julia T. mit lautem Gemecker den Nachwuchs ankündigte. Da es Probleme gab, kamen wir dann auch erst gegen 4:00 Uhr endlich zu etwas Schlaf. Was passierte und was es sonst in unserem kleinen Tierreich an Neuigkeiten gibt, beschreibe ich in nachfolgender Gallerie. Viel Spaß beim Betrachten :)   » weiterlesen

Wintereinbruch in der Ukraine

25.03.2013

Es war ein relativ milder Winter. Die Temperaturen waren selten unter -10°C, die Schneemenge hielt sich in Grenzen. Nun ist März, die Tage werden länger, alles freut sich auf den Frühling. Und dann das! Ein heftiger Schneesturm über halb Europa machte auch vor der Ukraine nicht halt. Bei uns in Tscherkassy tobte der Schneesturm ebenfalls, wenn auch nicht mit einer großen Schneemenge. Aber der Sturm und die Verwehungen haben auch uns noch einmal zugesetzt und die Gartenplanung über den Haufen geworfen. Anbei ein Fazit aus Tscherkassy und Kiew in Wort und Bild:    » weiterlesen

Mamaeva Sloboda – Das Kosakendorf inmitten von Kiew

15.03.2013

Während an vielen Orten noch der Winter alles im Griff hat, oder wie bei uns, graue Regenwolken und ein kräftiger Wind den Tag vermiesen wollen, möchte ich Euch das Museumsdorf „Mamaeva Sloboda“ (Мамаева слобода) vorstellen. Kaum zu glauben, dass dieses idyllisch gelegene,  knapp 10 Hektar große Kosakendorf inmitten von Kiew zu finden ist. 

Dieses historisch interessante Erlebnisdorf wird aktiv betrieben. So sollen alte Traditionen und Fertigkeiten bewahrt werden. Der Name geht auf den Kosaken Mamay (Козак Мамай) zurück. Mamaeva Sloboda könnte also mit „Mamay’s Siedlung“ übersetzt werden. Dabei ist Mamay keine historisch bekannte Person, sondern er stellt das Ideal eines Kosaken dar. Er hat sein Zuhause in der Folklore, in Märchen, Bildern und Geschichten. Wie auf dem nebenstehenden Bild wird er meist mit Pferd und Kobsa, dem traditionellen Zupfinstrument der Ukraine, dargestellt.   » weiterlesen

Ein Winterspaziergang auf der „Pejsajnaja Allea“ in Kiew

12.03.2013

Die „Pejsajnaja Allea“ ist ein parkähnlicher Straßenzug auf den Höhen rechts des Dneprs. Die Allee erstreckt sich vom Lemberger Platz bis zum Nationalmuseum, hier der Link zu Googlemaps. Der Weg ist gesäumt von Skulpturen – vor allem Liebhaber der osteuropäischen Mosaikkunst werden da ihre Freude dran haben – und Spielplätzen, also ist ein Ausflug dahin besonders auch für Kinder interessant. Wie ich las, hat man von da oben auch einen herrlichen Blick und kann im Winter auch rodeln. Nachfolgende Galerie vermittelt Euch einen Eindruck dieser Allee.   » weiterlesen

Rezept für Ucha – Die berühmte Fischsuppe

24.01.2013

Unsere Freunde Nataliya und Peter aus Smila haben mir das Rezept für Ucha (Уха) zukommen lassen, und mich gebeten, dieses hier im Blog zu veröffentlichen. Dem komme ich natürlich sehr gerne nach. Das Rezept ist für ca. 6 Personen ausgelegt.

Eine kleine Besonderheit gibt es. Wenn wir von 1kg Fisch reden, so ist es ganz wichtig, dass mindestens 2 verschiedene Sorten verwendet werden. Zum Beispiel 600g Barsch und 400g Zander. Man kann natürlich variieren, mit Hecht, Schleie, Karpfen... aber wie gesagt, es sollten für die originale Ucha immer verschiedene Fische verwendet werden. Übrigens, die Ucha ist eine typische „Lagerfeuersuppe“.   » weiterlesen

Ukrainische Küche: Шуба

03.12.2012

Das heutige Rezept zu diesem Schichtsalat nennt sich Шуба (sprich: Schuba, zu deutsch: Pelzmantel) und fehlt bei keiner größeren ukrainischen Feier. Fisch, besonders Salzfisch ist sehr beliebt und macht ja auch den Horilka oder Samogon verträglicher. ;) Dabei ist die Zubereitung nicht zu aufwendig, aber das Beste: es lässt sich am Vortag zubereiten, man spart sich Zeit und Stress.

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Julia T. war heute beim Bock!

15.11.2012

Wenn Ziegen im Herbst unruhig werden, viel meckern und das Geschlechtsteil anschwillt, dann heißt es: sie ist heiß und will zum Bock. Wir haben selbst keinen Ziegenbock, da das Halten dieser so eine Sache ist. Sie brauchen einen extra Platz, Futter und hmm, „muffeln“ ziemlich stark. Aber im Dorf gibt es einige Frauen, denen macht das nichts aus und sie verdienen so fürs Decken auch noch ein paar Griwna.   » weiterlesen

Ukrainische Küche: hauchdünne Blini

09.11.2012

Es wird wieder mal Zeit für einen Blick in die ukrainische Küche. Heute gab es zum Kaffee Blini. Korrekt müssten sie laut Wikipedia Blinčiki heißen, da keine Hefe verwendet wird. Das Besondere bei den Blini meiner Frau ist, dass sie hauchdünn sind und immer gelingen, das Wenden in der Pfanne ist mit einem kleinen Trick kein Problem und Milla hat mir erlaubt, Fotos zu machen und Euch dieses Rezept mitzuteilen ;)   » weiterlesen

Was für ein Sommer Teil 4 - Unsere Ziegen

07.11.2012

Während die Gartenarbeit und die Enten uns nur in der Saison beschäftigen, haben wir die Ziegen das ganze Jahr. Wir haben uns ganz gut mit ihnen arrangiert und möchten sie nicht mehr missen. Sie versorgen uns ja auch mit Milch, daraus machen wir Quark, Sahne, Frischkäse, ab und zu auch Butter - alles gehört in der Küche und auf dem Tisch nun zum Standard.   » weiterlesen

Was für ein Sommer Teil 3 - Die Entenaufzucht

30.10.2012

Es war eine spontane Entscheidung Anfang Mai. Auf dem Basar konnten wir nicht widerstehen und kauften 17 Entenküken, gerade mal einen Tag alt. Enten, so sagte man uns, brauchen nur 2 Monate bis zur Schlachtreife. Das kann gut hinkommen bei industrieller Mast. Wir haben den Enten noch einen Monat dazu gegeben bei natürlicher Kost, sprich einem Mix aus Gras, Getreidekörnern, geriebenen Zucchinis und vor allem gekochten Kartoffeln. Letzteres ist interessant, so kann man die alten Kartoffeln vom Vorjahr gut verwerten. Natürlich müssen vorher die Keime an den Kartoffeln entfernt werden. Wie die Aufzucht erfolgreich ab lief, zeigt nebenstehende Galerie mit entsprechenden Bemerkungen:   » weiterlesen

Was für ein Sommer Teil 2 - der Garten

28.10.2012

Bis dieser Specht auf der fast verwelkten Sonnenblume vor meinem Fenster sitzen konnte, gab es viel Arbeit im Garten und auf dem Acker. Wir hatten uns viel vorgenommen. In unserem Garten haben wir mehrere Erdbeerbeete angelegt, Himbeeren und Johannisbeeren gepflanzt. Also brauchten wir mehr Platz und nahmen noch ~3000m² Ackerland dazu. Das ist kein großes Problem, Land gibt es genug. Ein Acker ist am Ortsrand, da haben wir hauptsächlich Hafer, Klee und Kürbis angepflanzt. Der Pflegeaufwand hielt sich in Grenzen.   » weiterlesen

Was für ein Sommer! Teil 1

25.10.2012

Ab und zu blickten wir schon etwas neidisch auf den verregneten Sommer in Deutschland. Mit einer ganz kurzen Unterbrechung im September haben wir die kurzen Hosen erst vor 14 Tagen weggeräumt. Ja, der Sommer war grandios – und heiß. Nicht nur von den Temperaturen her. Es gab die Fußball-EM im Lande, jede Menge Arbeit im Garten und mit den Tieren; wir hatten Gäste aus Deutschland und wir sind weiterhin dabei, hier auf unsrem Hof zu renovieren. Jetzt wird es langsam etwas ruhiger und ich habe wieder mehr Zeit für mich und meine Hobbys – und natürlich für diesen Blog! Da habe ich mir für die nächsten Monate einiges vorgenommen, an Themen und Aufgaben mangelt es also nicht. Aber der Reihe nach:   » weiterlesen

Linktipp: Die Tagesschau blogt aus der Ukraine

20.06.2012

Die Berichterstattung vor und auch noch während der Fußball-EM 2012 war schlichtweg eine Katastrophe und warf ein schlechtes Licht – vor allem auf deutsche/westeuropäische Journalisten. Den Vogel schoss Markus Reher von der dt. Welle ab, ich berichtete schon darüber.

Und dann fing die EM an und die Tagesschau eröffnete einen Blog mit dem (un)passenden Namen – darüber kann man streiten – „Ausgerechnet Ukraine“. Natürlich werden auch da wieder Klischees bedient, sie können es eben nicht anders; jedoch bleibt das im Rahmen. Ja, man ging auch auf die Kritik der Berichterstattung ein, Ina Ruck und Daniel Asche werden das hoffentlich beherzigen, das kann dem dt. Journalismus nur gut tun.   » weiterlesen

Die 100 sind voll - eine kleine Viehinventur

25.05.2012

Wer hätte das vor 3 Jahren noch gedacht. Damals in Deutschland waren wir höchstens „Besitzer“ von ein paar Stubenfliegen und einem 4m² großen Blumenbeet neben der Terrasse, heute tummeln sich in unsrer kleinen Kolchose über 100 (Nutz-)Tiere und wir bewirtschaften ca. 3000m² Land. Für diesen Sommer wurde alles geboren, ist geschlüpft oder wurde gekauft. Was haben wir also?   » weiterlesen

Es gibt wieder Molosiwo! Und Neues aus der Ziegenaufzucht.

16.05.2012

Molosiwo. Eine Delikatesse aus der Erstmilch oder „Biestmilch“ hergestellt, gibt es nur, wenn eine Kuh oder Ziege Junge bekommen hat. Ich berichtete schon davon. In unserem Fall war es ganz pünktlich unsre Emmutschka, die am Montag 2 süße kleine Zicklein zur Welt brachte.   » weiterlesen

Gänseaufzucht ist doch nicht so einfach

08.05.2012

Nachdem wir im letzten Jahr 15 junge Gänse (Hökergänse) auf dem Basar kauften, groß zogen und einen Teil uns im Winter schmecken ließen, fingen die verbliebenen Gänse Mitte Dezember an, Eier zu legen. Natürlich waren 2 Ganter dabei, die auch fleißig „die Eier stempelten“. :) Kleinere Eier verarbeiteten wir ganz normal wie Hühnereier und die großen Eier sammelten wir dann und bewahrten sie an einem kühlen Ort auf. Ziel war es, diese dann selbst in einem Inkubator auszubrüten und so auch etwas Geld für den Kauf neuer Gänse zu sparen. Laut meiner Frau können die Eier bis zu 3 Monate gelagert werden, bevor man mit dem Ausbrüten beginnt.   » weiterlesen

Die Woche(n) 10,11,12 - 2012

24.03.2012

So ist das mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr. 2 Monate habe ich  ausgehalten und wöchentlich geschrieben. Entschuldigung, das wird wieder besser! ;)

Der letzte Schnee bisher, 2 Tage später hatten wir 18°C und herrlichen SonnenscheinAber was soll ich denn auch berichten? Dass der Winter nicht weichen wollte? Es immer wieder schneite - taute - schneite - taute? Es gab neben viel Arbeit leider nichts außergewöhnliches zu berichten. Außerdem war es irgendwie wie "die Ruhe vor dem Sturm". Soll heißen, wir haben jetzt endlich Frühling.   » weiterlesen

Die Woche 09-2012

04.03.2012

Es will einfach nicht Frühling werden! Es ist weiterhin kalt, nachts oft unter 0°C und seit Stunden schneit es wieder. Zweimal ärgerten mich diese Woche die Elektriker, die - aus welchen Gründen auch immer - stundenlang den Strom abschalten. Dass ich arbeiten muss, ist das eine. Aber jetzt haben wir auch die Gänseeier im Inkubator und die brauchen konstante 38°C! Ich hoffe, sie haben die Unterbrechungen gut überstanden. Also auch hier müssen wir etwas tun und uns demnächst doch ein Stromaggregat zulegen.   » weiterlesen

Die Woche 08-2012

26.02.2012

In Deutschland feierte man diese Woche Fasching, hier habe ich davon nichts gemerkt. Aber während am Dienstag die Narren auf Deutschlands Straßen tanzten, bekamen wir wieder einmal Nachwuchs. Unsere neue Ziege Lieselotte gebar ein junges Zicklein, die wir "Julia" tauften. Alles verlief ohne Probleme. Milla kam gegen Mittag in den Stall und da war sie da. Schön sauber geleckt und auf den eigenen Beinen! Als unsre erste Ziege Emma letztes Jahr Horst Schaschlik zur Welt brachte, brüllte sie das halbe Dorf zusammen.   » weiterlesen

Fundstück: Unerkannt durch Freundesland

23.02.2012

Erst kürzlich erwähnte ich, dass die Ukraine bis auf ein paar Gegenden touristisch ein weißes Blatt ist. Der Grund ist einfach. Zu Sowjetzeiten waren Reisen nur in angemeldeten Gruppen oder auf Einladung möglich, individueller Tourismus schlicht ein Fremdwort. Und nach dem Fall der Sowjetunion hatte das Land andere Probleme, als sich für Fremde herauszuputzen. So langsam ändert sich das, nicht zuletzt wegen der Fußball-EM 2012 und wie ich hörte, will man sich auch für die olympischen Winterspiele 2022 bewerben.

Jedoch schon zu Sowjetzeiten gab es viele DDR-Bürger, die ein Transitvisum nutzten, um das Land selbst zu erkunden. Eine wirklich gelungene Reportage über illegale Reisen durch dieses riesige Reich mit dem passenden Namen „Unerkannt durch Freundesland“ fand ich bei Youtube in 4 Teilen.   » weiterlesen

Die Woche 07-2012

19.02.2012

Wir leben noch. Auch wenn die Temperaturen Nachts wieder im zweistelligen Bereich lagen, sind die Tage bei blauem Himmel und Sonnenschein erträglich und für einen Winter einfach schön, wenn man so etwas mag. Aber so langsam reicht es und wir freuen uns auf den Frühling. Die kommende Woche soll das Thermometer ja wieder die 0°C-Marke überspringen. Hoffen wir es! Der Februar heißt ja auf Ukrainisch „лютий“ (sprich: Ljuteji) - was soviel wie „böser Monat“ bedeutet. Diesem Namen hat er dieses Jahr alle Ehre gemacht.   » weiterlesen

Die Woche 06-2012

12.02.2012

Aufatmen! In der kommenden Woche sollen die Temperaturen etwas besser werden. Nur gut, dass tagsüber die Sonne scheint, das macht es erträglicher und auch ein kurzer Spaziergang mit Irma ist drin. Vor allem brauchen wir etwas angenehmere Temperaturen, um die Außenställe für die Kaninchen wieder nutzen zu können. Der Nachwuchs macht sich prächtig, so langsam sollten sie aber von der Mutter getrennt werden.

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Eisangeln am Dnepr zum Zweiten

11.02.2012

Vorgestern berichtete ich über Eisangler am Dnepr. Leider waren wir zu weit entfernt, um zu sehen, was gefangen wird. Als Norwegenfan und Sohn eines passionierten Anglers interessiert mich das natürlich. Desto überraschter war ich heute, als unsere Klingel anschlug (Irma) und ein mir fremder, von oben bis unten eingemummelter  Mann nach meiner Frau verlangte. Wie sich herausstellte ist er ein ehemaliger Schulkamerad, der uns Fische brachte, frisch aus dem Dnepr.

Als ich die Fische sah, war ich schon ein bisschen enttäuscht, wie es aussieht, sind das Rotaugen (Plötzen). Aber Sergej versicherte mir, dass auch Welse und Hechte an die Angel gehen. Nun ja, Katzen haben wir nicht, aber Irma hat sich auch riesig gefreut. :)


Eisangeln am Dnepr

09.02.2012

Gestern waren wir bei Freunden in Tarasivka. Die Fahrt führte uns hinter Tscherkassy über den Dnepr. Von der Brücke aus bot sich uns ein toller Blick auf den zugefrorenen Strom. Und auch in der Ukraine gibt es die „stillen Verrückten“ - Pardon: unerschrockenen Angler! Und das zu jeder Jahreszeit. Anbei ein paar Bilder, die ich aus dem fahrenden Auto heraus gemacht habe.   » weiterlesen

Die Woche 05-2012

05.02.2012

Ja, was soll man zu dieser Woche sagen? In der Woche hatten wir Temperaturen um die -25°C, da kamen einem die -6°C heute schon sommerlich vor. Dank meiner Frau geht es unseren Tieren gut. Sie bekommen dreimal täglich warmes Wasser, die Suppenreste werden auch kurz für die Hühner angewärmt und die Kaninchen freuen sich über handwarme Kartoffeln, die Milla jeden Tag für sie kocht.   » weiterlesen

Die Woche 04-2012

29.01.2012

Ich habe es diese Woche schon erwähnt, der Winter hat uns fest im Griff und es soll noch kälter werden. Da werden natürlich alle Aktivitäten im Freien auf ein Minimum beschränkt, wir haben ja zum Glück auch alle Hände voll mit der Küchenrenovierung zu tun.

Und wenn ich dann am PC sitze und aus dem Fenster schaue, freue ich mich doch schon auf den Frühling und dass mein Gewächshäuschen einen freundlicheren Anblick bietet. Aber es ist ganz passend das Bild der Woche:


Der Winter ist da

28.01.2012

Jetzt hat sie uns, die sibirische Kälte. Spät ist sie gekommen, aber sie ist da. Mit -17°C war die letzte Nacht die bisher Kälteste. Und wetter.com orakelt, dass ein Ende nicht in Sicht ist, die Temperaturen sogar jenseits von -20°C liegen sollen. Letzte Woche gab es den dazu gehörenden Schnee, ca. 20cm von der weißen Pracht deckte alles zu. Seit gestern haben wir tagsüber strahlend blauen Himmel, das macht die Unannehmlichkeiten der Kälte mehr als wett. Wir schauen den kommenden Tagen gelassen entgegen, solange Gas und Strom da ist, gibt es für uns kein Grund zur Sorge.   » weiterlesen

Die Woche 03-2012

22.01.2012

Diese Woche gab es nur 2 Themen für uns. Das Wetter und neuer Nachwuchs im Kaninchenstall. Das dritte Weibchen hatte am Freitag angefangen sich zu rupfen, ein untrügliches Zeichen, dass der Nachwuchs bald kommt und wahrscheinlich schon da ist. Aber wir wollen die junge Mutter nicht stören und haben Geduld, bis die Kleinen sich von selbst einmal sehen lassen. Mittlerweile haben wir alle Kaninchen im Stall untergebracht, wir wollen nichts riskieren, denn die Wetterprognose sagt ab kommenden Wochenende Temperaturen um die -20°C voraus!   » weiterlesen

Wo man feiert wird gesungen

20.01.2012

Im Forum von ukraine-nachrichten.de sucht man aktuell die schönsten ukrainischen Volkslieder. Eines, welches bei uns sehr gern gesungen wird ist РОМАШКА БЕЛАЯ (Ramaschka belaja = weiße Margeriten). Dabei handelt es sich zwar um ein russisches Lied, schön ist es trotzdem, zumal ich wenigstens beim Refrain mitsingen kann. :)

Und da es in geselliger Runde immer noch am schönsten klingt, habe ich mal ein altes Video von 2003 hervorgeholt und für diese Seite zurecht gemacht. Entschuldigt die Qualität, damals hatte ich nur eine analoge Kamera und das Band hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel:   » weiterlesen

Die Woche 02-2012

15.01.2012

Wer jetzt denkt, dass mit den ukrainischen Weihnachten am 6./7. Januar der Alltag wieder eingekehrt ist, der ist leider im Irrtum. Am 13./14. Januar wird natürlich auch gefeiert, diese Tage entsprechen nach dem alten Kalender dem Neujahrsfest. Wir haben am Samstag bei einer Cousine meiner Frau gefeiert, mit viel gutem Essen und einigen Gläschen Samogon - und ich habs sehr gut überstanden! ;)

Unsere neue Ziege hat sich ganz gut eingelebt, wobei sie von mir in den ersten Tagen gleich einen Spitznamen bekam, aus Lieselotte lässt sich ja ganz schön „Meckerliese“ machen und das ist sie im wahrsten Sinn des Wortes. Aber ich habe Geduld und hoffe, dass sie sich gut einlebt und wieder beruhigt. Sie ist ja trächtig - aber keiner weiß, wann es soweit ist, sie lebte ja mit mehreren Ziegen und Böcken zusammen und da passt niemand auf, wer mit wem, wann und wo....   » weiterlesen

Die Woche 01-2012

08.01.2012

Neues Jahr - neuer Anlauf. Nachdem viel Arbeit das Hobby zu kurz kommen lies, soll es im neuen Jahr natürlich besser werden. Das ist einer der guten Vorsätze von mir.

Wir hoffen natürlich, dass Ihr alle gut in 2012 angekommen seid und die Feiertage zu etwas Ruhe genutzt habt. Bei uns steht mit dem neuen Jahr viel Arbeit auf dem Plan. Die Kammer und die Küche sind jetzt mit der Renovierung dran, bevor im Frühjahr die Gartensaison wieder losgeht.    » weiterlesen

Unsere Lieblinge: Irma und Emma (2)

31.10.2011

Und dann ist ja noch Irmas beste Freundin: Die Ziege Emma

Wir hatten Irma gerade eine Woche, sie hat sich gut eingelebt und schon die ein oder andere Sandale zerbissen, da bekamen wir das Angebot, für 10 Euro eine junge Ziege zu erwerben. Ich hatte ja eine tierische Freundin. Und meine Frau? Klar, sie bekam die Ziege. Und ein Name war schnell gefunden, Emma oder wie meine Frau sie nennt: Emmutschka.    » weiterlesen

Unsere Lieblinge: Irma und Emma (1)

31.10.2011

Habe ich schon erzählt, dass es auf dem Dorf keine Klingeln gibt? Ich habe diese technische Errungenschaft noch nirgends erblickt. Wirklich! Und ich habe auch noch keinen Hof ohne Hund gesehen. Oh, und da gibt es ja so viele. In mancherlei Grundstücken kläffen oft auch mehr als einer, sobald man sich dem Grundstück nähert. Und was für welche! Von bisslustigen, kleinen, fiesen Ratten bis zu sanftmütigen, halben Kälbern - da ist alles und in fast allen Farben dabei.

Rassen? Da kenne ich mich nicht aus. Ich bin mir aber in einem sicher: Sollte ein ernsthafter Artenforscher sich einmal in die Ukraine verirren, er hätte helle Freude an seiner Arbeit.    » weiterlesen

Ukrainische Küche: Borschtsch

02.10.2011

Bei vielen ukrainischen Familien ist Suppe täglich auf dem Speiseplan. Und der Borschtsch ist ein traditionelles, ukrainisches Gericht und nach wie vor die Suppe schlechthin.  Wenn wir Millas Tante besuchen ist auch immer die erste Frage „Wollt Ihr einen Teller Borschtsch?“ und selten sagen wir nein, denn der schmeckt einfach göttlich. Dabei gibt es für Borschtsch kein Einheitsrezept. Regional und saisonal kann die Zubereitung sehr variieren. Ich beschreibe heute einmal das Grundrezept meiner Frau und zeige dann einige Variationsmöglichkeiten auf.   » weiterlesen

Versorgung in der Ukraine – Der Basar

28.09.2011

Die handgefertigte Besen funktionieren prächtigDer globale Markt ist auch in der Ukraine angekommen. Wir haben bis auf Kleinigkeiten bisher kaum etwas vermisst. Natürlich gibt es wie in Deutschland die großen „Fresstempel“, monströse Baumärkte und wer das vermissen würde, auch die Hamburgerbude mit dem „gelben M“ ist in größeren Städten zu finden. Das „Erlebnis Einkauf“ ist jedoch vielfältiger als man denken mag. Es gibt noch das, was viele als „Tante Emma-Laden“ kennen und es existieren im Dorf und der Stadt noch Basare mit einem lebhaften Privathandel. Omas verkaufen dort ihr selbst angebautes Obst und Gemüse, viele Kleinhändler bieten vom Traktor bis zum Spatenstiel alles Erdenkliche feil.   » weiterlesen

Ein Streifzug durch unser erstes Gartenjahr

16.09.2011

Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, haben wir nun die Möglichkeit, uns in vielen Teilen selbst zu versorgen. Wir haben hier ein sogenanntes Kontinentalklima. Das heißt: schöne Sommer und harte Winter. Der letzte Winter – unser Erster hier – war zum Glück nicht so schlimm, auch wenn ab und zu das Thermometer gen -20°C ging. Aber egal wie das Wetter draußen ist, die Gartensaison beginnt im Februar mit der Anzucht verschiedener Pflanzen auf dem Fensterbrett. Eine Zeit, in der man Besucher nicht gern in die „gute Stube“ lässt. :)

Im April beginnt dann, je nach Wetterlage, die Pflanzzeit. Auf dem Grundstück stehen uns ca. 500m² zur Verfügung, ein weiterer Acker für Kartoffeln, Rüben, Zucchini und Kürbis wurde extra gepachtet. Hier nun ein bildlicher Streifzug durch unsere erste Gartensaison, die noch nicht ganz beendet ist!   » weiterlesen

Auswandern ist „in“ – aber wieso in die Ukraine?

12.09.2011

Februar 2010, Ukraine: Unsere Enkelin Katja feiert ihren 6. Geburtstag. Während es draußen unaufhörlich schneit, sitzen wir im Warmen an einem reich gedeckten Tisch - die gebratene Gans duftet verführerisch. Nach dem 2. Glas Samogon kommt das Gespräch so richtig in Fahrt. Dieses Mal erzählen wir vom Leben in Deutschland. Ja, die Straßen sind gut und es ist sehr sauber in Deutschland. Die Häuser sind groß und schön. Und ja, wir verdienen ein Mehrfaches von dem, was in der Ukraine gezahlt wird.

Die Augen werden groß. Kein Wunder, die Swacha verdient als Melkerin nicht mal 200 Euro im Monat. Etwas ungläubig hören sie dann von der Kehrseite, den monatlichen Ausgaben. Miete, Nebenkosten, Auto, Versicherungen – dass wir auch für den Rundfunk zahlen müssen und alles, was wir zum Leben benötigen, gekauft werden muss. Und dann natürlich noch die monatliche Hilfe für die Kinder hier …   » weiterlesen

Leben in der Ukraine?!

10.09.2011

Viele Menschen haben kaum eine Vorstellung von Karte der Ukraine ¹Osteuropa. Zu sehr wurde (und wird) nur einseitig berichtet – und selten mit einer positiven Einstellung. Es verkaufen sich die Probleme anderer (vor allem der östlichen) Länder eben besser als die Vorteile. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass gerade für viele Menschen aus den alten Bundesländern alles östlich der Memel „Sibirien“ ist. Man weiß vielleicht noch, dass Sibirien zu Russland gehört – und die Ukraine? Die sowieso! …  Ja, oft hörte ich die Frage, wenn ich von meinem Vorhaben erzählte: „Und da kann man leben?“   » weiterlesen